Team

Franziska Angermann

studierte Angewandte Kindheitswissenschaften in Stendal. Ihr Masterstudium „Childhood Research and Education – Kindheitsforschung, Beratung und Bildung“ schloss sie an der Fakultät für Erziehungswissenschaften an der TU Dresden ab. Sie arbeitete in Bundesprogrammen zur Qualitätsentwicklung in der frühen Bildung bei der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung und seit 2019 ist sie im Bereich der Sprach- und Leseförderung in einem Familienzentrum sowie in einer Kita in Dresden tätig. Ihre Schwerpunkte bei KIMI sind PR, Kommunikation und Netzwerkarbeit. Sie hat ein Faible für Bilderbücher und Illustrationen und setzt sich verstärkt für eine Wertschätzung von Vielfalt ein.

„Diversität ist für mich ein Fest der Wertschätzung! Also lasst uns feiern!“


Suse Eich-Bauer

studierte Freie Kunst und Publizistik in Berlin und hat sich sowohl journalistisch als auch künstlerisch die Schwerpunkte vielfältige Familienkonzepte, Armutserfahrungen bei Kindern und Inklusion gesetzt. Vor drei Jahren machte sie sich zusammen mit Raúl Krauthausen auf die Suche nach vielfältigen Kinderbüchern und hielt bei der re:publica den Vortrag: „Kinderbücher: inklusiv. queer. interkulturell. Aber wie?“. Um der großen Nachfrage zum Thema gerecht zu werden, entwickelte sie gemeinsam mit weiteren Aktivist*innen KIMBUK, das vielfältige Kinderbuchfestival und das KIMI-Siegel für Vielfalt im Kinderbuch. Zur Zeit arbeitet sie gemeinsam mit der Autorin Dorothea Flechsig an ihrem dritten Kinderbuch und ist in der KIMI-Erwachsenen-Jury 2019 mit dabei.

“Wir Kreativen sind dringend gefragt, uns dem Problem zu stellen, dass es immer noch Kinder aus marginalisierten Gruppen gibt, die sich nie als Held*in in einem Kinderbuch entdecken. Dabei geht es mitnichten um eine “Schere im Kopf”, wie manche meiner Kolleg*innen befürchten, sondern um neue Denkansätze: Ein
Universum kreativer Ideen, das eine bisher nie dagewesene Vielfalt spannender Geschichten und Charaktere beinhaltet.”


Ismahan El Alaoui

studiert Kulturwissenschaften an der Europa Universität Viadrina. Ihr inhaltlicher Fokus liegt auf sexueller Vielfalt, Feminismus und der kritischen Auseinandersetzung mit Gender.

„Wir brauchen Realitäten und Lebenswelten, die nicht eingrenzen, kategorisieren und normieren. Kinder- und Jugendbuchliteratur ist per se eines der wichtigsten Medien um Selbstbestimmung und Persönlichkeitsentwicklung zu fördern. Indem ich KIMI unterstütze, möchte ich daran arbeiten, dass das eigene Selbstverständnis in Freiheit und Partizipation gelebt werden kann.“


Olaolu Fajembola

wurde 1980 ins Stuttgart geboren. Sie hat Kulturwissenschaften in Leipzig studiert und lebt seit 2006 in Berlin. Neben langjähriger Erfahrung bei der Berlinale arbeitete sie als Projektleiterin in verschiedenen Kulturprojekten. Sowohl beruflich als auch akademisch beschäftigt sie sich seit vielen Jahren mit dem Ansatz Diversität. Als Autoren des Buches „Afrokids” hat sich die Mutter einer Tochter intensiv mit den Bedürfnissen afrodeutscher und schwarzer Kinder auseinandergesetzt. 2018 hat sie das Onlineversand-Handelsunternehmen Tebalou.de mitgegründet, das sich auf Verkauf und Vermarktung von Spielzeug und Kinderbüchern mit dem Schwerpunkt Diversität konzentriert.

„Als Kulturwissenschaftlerin weiß ich aus langjähriger Erfahrung, wie unterpräsentiert marginalisierte Gruppen in der Medienwelt sind und wie oft und immer wieder aufs neue schädliche Stereotypen reproduziert werden. Es ist höchste Zeit, dass wir Kindern neue, vielfältige Geschichten präsentieren, um allen Kindern die Möglichkeit geben sich mit den Helden*innen in ihren Büchern zu identifizieren.“


Margarete Goj

ist 1988 mit ihrer Familie aus Polen nach Deutschland migriert und hat Kunstgeschichte, Geschichte sowie Soziologie studiert. Bereits 2008 hat sie inklusive Kinderangebote und 2011 den 1. inklusiven Museumstag in Deutschland mitinitiiert. Seit 2016 ist sie im Team des inklusiven Sportvereins Pfeffersport e. V.. Als Feministin setzt sich für das Thema “Gleichberechtigung aber nicht Gleichmacherei” ein. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind PR, Fundraising, Projektarbeit und Vermittlung.

„Inklusion und Diversität sind für mich essenzielle Teile unserer Kultur. Ich bin dankbar, mit KIMI zu dem Thema beizutragen – und selbst dazu zu lernen.“


Nina Heitele

hat in Hamburg Kulturanthropologie und in Berlin Biografisches und Kreatives Schreiben studiert. Als freiberufliche Journalistin, Zuhörerin und Fragenstellerin spricht sie seit über zehn Jahren mit den verschiedensten Menschen – am liebsten über Diversität, Inklusion, Feminismus und Rassismus. Bei KIMI ist sie, um weiter zu lernen, eigene Privilegien zu reflektieren, vor allem aber, um die Stimmen jener zu verstärken, die zu wenig Raum bekommen. Ihre Leidenschaft sind illustrierte Kinderbücher mit Bildern und Inhalten, die feste Denkmuster durcheinander wirbeln, in Schubladen Unordnung stiften und dazu beitragen, in den Köpfen eine bunte(re) Welt zu zeichnen.

„Bücher sind Fenster zur Welt – für die Jüngsten unter uns erst recht. In diesen Fenstern sollten keine Vorhänge den Blick versperren, sondern Mosaike funkeln, die das Leben da draußen immer wieder anders aussehen lassen.“


Raúl Krauthausen

ist 1980 in Peru geboren und lebt heute in Berlin. Sein zweites Zuhause ist das Netz. Dort twittert, bloggt und postet er über die Dinge, die ihn bewegen. Mal humorvoll, mal ernst und mal mit spitzer Zunge. Er studierte Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation und Design Thinking.
Gemeinsam mit weiteren Mitstreiter*innen gründete er mit SOZIALHELDEN e.V. und AbilityWatch e.V. zwei gemeinnützige Vereine. 2013 erhielt er für sein Engagement das Bundesverdienstkreuz am Bande. Unter dem Titel „Dachdecker wollte ich eh nicht werden“ erschien Anfang 2014 seine Autobiographie. Seit 2015 moderiert er für die abm in Zusammenarbeit mit Suse Bauer (Redaktion) mit KRAUTHAUSEN – face to face eine eigene regelmäßige Talksendung zu den Themen Kultur und Inklusion. Für den im Mai 2019 erschienenen Kinofilm DIE KINDER DER UTOPIE engagiert sich Krauthausen leidenschaftlich als Botschafter und Multiplikator.

„Dass ich von meiner Umwelt möglicherweise als ‘andersartig’ und als Belastung gesehen werden könnte, wurde mir erst durch ein Kinderbuch bewusst. Ich fühlte mich beschämt nach der Lektüre. Auch weitere Bücher, die explizit das Thema Behinderung bearbeiteten, fand ich als Kind eher unangenehm: zu moralisierend, zu ernst – zu wenig Abenteuer und Spaß.“


Johanna Neumann

studierte Kulturwissenschaften und Soziokulturelle Studien. Ihr Fokus liegt auf den Themen Feminismus, inklusive Sprache, sexuelle Vielfalt und Gender Studies. Aktuell arbeitet sie bei der InterACT English gGmbH als Projektkoordination für englische Sprachprojekte in deutschen Schulen.

„Ich bin Teil von KIMI, weil ich daran arbeiten möchte, dass meine Kinder in einer offenen und inklusiven Gesellschaft groß werden. Kinderbücher sollten Vorbilder repräsentieren sowie echte Lebenswelten zeigen und keine vergangenen Stereotype und Rollenbilder reproduzieren.“


Prof.in Dr.in Sandra Niebuhr Siebert

organisiert und leitet die Kinder-, Jugend- und Erwachsenenjurys. Sie ist promovierte Sprachheilpädagogin, Erziehungs- und Sprachwissenschaftlerin, Jahrgang 1975. Seit 2011 leitet sie als Professorin den Studiengang Sprachpädagogik und Erzählende Künste in Sozialer Arbeit an der Fachhochschule Clara Hoffbauer Potsdam und wohnt in Hoppegarten bei Berlin. Schwerpunkte ihrer Forschung und Lehre sind der Mehrsprachenerwerb sowie die Diagnostik und Intervention von Sprachlernprozessen und Lesedidaktik. Sie liebt das Lesen von Büchern, insbesondere Kinderbücher und Lyrik. Sie liest leidenschaftlich für verschiedene Jurys. Themen in der KIMI-Jury: Sprache, Mehrsprachigkeit, kindliche Entwicklung, Identität und gesellschaftliche Teilhabe.

„Die Welt der Kinder ist herrlich bunt und voller Vielfalt; das sollte in Kinderbüchern erzählt werden. Jedes Kind sollte sich in Kinderbüchern wiederfinden können.“


Tebbi Nimindé-Dundadengar

wurde 1981 in Botswana geboren und lebt seit ihrem vierten Lebensjahr in Deutschland. Nach langjähriger Arbeit im Tourismusbereich entschloss sich die Mutter von drei Kindern, ein Psychologiestudium zu absolvieren, das sie 2017 abschloss. Seit dem Studium ist sie als Trainerin im Bereich Antirassismus- und Antidiskriminierung sowie in der Beratung im Bereich Diversität aktiv. Im August 2018 hat sie das Onlineversand-Handelsunternehmens Tebalou.de mitgegründet, das sich auf den Verkauf und die Vermarktung von Spielzeug und Kinderbüchern mit dem Schwerpunkt Diversität konzentriert.

„Aus psychologischer Sicht ist es extrem wichtig, dass Kinder sich selbst in ihrer Umgebung gespiegelt sehen, um ein gesundes Selbstwertgefühl zu entwickeln. Kindern, die sich nie in einem Bilderbuch abgebildet sehen oder deren Geschichte nie erzählt wird, sagen wir implizit, du gehörst nicht dazu, du zählst nicht, du bist nicht richtig, so wie du bist.“


Verena Schulemann

lebt in Berlin und arbeitet derzeit als Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des jüdisch-muslimischen Dialog-Projektes Schalom Aleikum des Zentralrats der Juden in Deutschland. Die Journalistin, studierte Historikerin und nicht zuletzt Mutter von zwei eigenen und fünf Bonus-Kindern ärgert sich, wenn Bücher nicht mit der Zeit gehen. Bei Kinderbüchern ist das besonders verwunderlich, denn sie sollen Kinder in die Zukunft begleiten und auf das Leben vorbereiten.

Daher ist es wichtig, dafür zu sorgen, dass auch abgebildet wird, was unser Leben bestimmt. Und wache Autor*innen und Verlage zu unterstützen, die genau hinschauen und die Geschichten erzählen lassen, die erzählt werden müssen.


Nadine Voigt

(* 1981) studierte Erziehungswissenschaft, Skandinavistik und Kommunikationswissenschaft und lebt mit ihrer Familie in Rostock. Als ehrenamtliche Lesepatin und Mutter zweier Kinder legt sie großen Wert auf besondere Kinderbücher, bei denen Inhalt und Illustrationen passen. Im Bundesprogramm der Sprachkitas war sie in den letzten 3,5 Jahren als Fachberaterin für Kitas mit den Themen Inklusion, Alltagsintegrierte sprachliche Bildung und Zusammenarbeit mit Familien unterwegs. Als Dozentin gibt Nadine seit Jahren Literacy-Workshops für pädagogische Fachkräfte und Eltern, um sich im großen Dschungel der Kinderbücher zurecht zu finden und die Perlen der Kinderliteratur zu finden. Das sind in jedem Fall vielfältige, authentische und tolerante Bücher. Und ja, es sind unbedingt auch Bücher, die in vielen Kitas immer noch als Tabu angesehen werden, weil sie z. B. die Themen Trennung der Eltern, Depression oder Tod und Sterben ansprechen. Bei Instagram stellt Nadine als „Eintausendundeineidee“ regelmäßig besondere Bilderbücher vor.

„Ein in meinen Augen zu empfehlendes Bilderbuch thematisiert echte Lebenswelten von Kindern, regt zum Träumen an und macht Mut.“


Teresa Zimmermann

ist soziales Elternteil, intersektionale Feministin und Sozialarbeiterin. Aktuell arbeitet sie in einer Kita in Kreuzberg und interessiert sich vor allem für diskriminierungssensible sowie vorurteilsbewusste Pädagogik und natürlich Kinderbücher!

„Mir liegt KIMI/Kimbuk besonders am Herzen, da die Initiative zu einer inklusiven Gesellschaft beiträgt, in der ich gerne leben möchte.“




Weitere Aktivist*innen:

Joana Adu-Gyamfi
Carola Behrend
Paula Cornelsen
Sigrid Heinze-Osterwald
Julia Rathert
Heike Öde
Angelina Sequeira Gerardo

Wir danken allen Kolleg*innen für ihren großartigen Einsatz für eine tolle Sache!

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