Marianne Kaurin: Irgendwo ist immer Süden

erschienen bei Woow Books, ab 11 Jahren

Vielfaltskriterien: Sozioökonomischer Status, Stigmatisierung, Mobbing

KIMI-Faktor: Die Geschichte erzählt aus Sicht der Protagonistin, wie es sich anfühlt, arm zu sein.

Inhalt: Ina lebt in einer sozial schwachen Familie und schämt sich dafür. Sie wünscht sich, endlich dazuzugehören und nicht weiter von ihren Mitschüler*innen ausgegrenzt zu werden. Am letzten Schultag berichten alle Mitschüler*innen von ihren Urlaubsplänen: Italien, Kreta, Paris, Spanien, Rhodos, Dubai. Als Ina an der Reihe ist, hört sie sich selbst plötzlich sagen, dass sie dieses Jahr in den Süden fährt. Sie kann gar nicht aufhören zu schwärmen von all den schönen Dingen, die sie dort erleben wird. Doch ihre Mutter ist arbeitslos, die beiden leben in einer winzigen Sozialwohnung. An eine Urlaubsreise ist gar nicht zu denken. Als Ina sich mit Vilmar anfreundet, der auch aus einer sozial schwachen Familie stammt, ist sie hin- und hergerissen. Immer wieder taucht ihr Leitsatz „Freunde finden, die einen hochziehen, nicht runter“ auf. Vilmar ist es auch, der Ina eines Abends am Fenster erwischt. Da er selbst keine Freunde hat, schlägt er vor, dass sie beide im „Süden” Urlaub machen, statt den Sommer gelangweilt alleine zu verbringen. Denn irgendwo ist immer Süden. Und so bauen sie sich ein paar Meter südlich der Wohnungen ihr eigenes Ferienresort. Inmitten ihres chaotischen Lebens schaffen sie sich ihre eigene heile Welt und werden beste Freunde.

Jurystimme: „Die Autorin verleiht Ina eine authentische Stimme über das Armsein.“