Alice Andres: Emily und der Engelsrufer

illustriert von Jacqueline Kauer, erschienen bei Kalea Book, ab 4 Jahren

Vielfaltskriterien: Sternenkinder, Erfahrung mit dem Tod aus unterschiedlichen Perspektiven, verschiedene Lebenswelten, Wertschätzung ungeborenen Lebens

KIMI-Faktor: Das Buch beschäftigt sich sehr einfühlsam mit dem Thema Engelskinder und erhellt den Tod auf liebvolle und tröstende Weise.

Inhalt: Emily wird im Mutterleib von einem Engelsrufer überrascht. Er sucht außergewöhnliche Seelen, die Schutzengel für andere Menschen werden wollen. Aus Liebe zu ihrem Zwillingsbruder und ihren Eltern entschließt sich Emily, diese Aufgabe zu übernehmen und dem Engel zu folgen. Von nun an begleitet sie als Sternenkind behütend und liebevoll ihre eigene Familie. „Und so kam es, dass seitdem alle Sternenkinder zu ganz besonderen Schutzengeln werden und auf die Menschen aufpassen, die sie am meisten lieben. Denn so können sie immer bei ihnen sein.”

Jurystimme: „Emilys Geschichte gibt dem frühen Tod einen Sinn und tröstet.“

Eine absolute Leseempfehlung.

Inka Pabst: Joshua der kleine Zugvogel

illustriert von Mehrdad Zaeri, erschienen bei Tulipan, ab 0 Jahren

Vielfaltskriterien: Sternenkinder, Verlust, Trauerarbeit

KIMI-Faktor: Mutig, überraschend und empowernd werden kleine wie große Leser*innen auf eine Reise zur Trauerverarbeitung von Sternenkindern mitgenommen.

Inhalt: Joshua ist ein kleiner Zugvogel, der sich auf den Weg Richtung Norden macht. Vor sich hin träumend verliert er den Anschluss an die anderen Zugvögel. Nach einem Sturm findet es sich plötzlich in einer anderen Welt wieder. Stimmen nennen seinen Namen und möchten den kleinen Vogel bei sich willkommen heißen. Doch Joshua muss weiterziehen. Die Geschichte erzählt das Schicksal von Sternenkindern als ihre Bestimmung. Der Gedanke, dass ein Zugvogel weiterziehen muss und nicht dableiben kann, erscheint plausibel und beruhigend.

Jurystimme: „Das Buch hilft Eltern wie Geschwistern mit Todgeburten umzugehen.“

Interview zum Buch „Joshua der kleine Zugvogel“ mit Inka Pabst, Mehrdad Zaeri und Prof. Dr. Sandra Niebuhr-Siebert