Isabel Pin: Rosie auf dem Baum

erschienen bei Tyrolia, ab 4 Jahren

Vielfaltskriterien: Selbstbestimmung, Gender

KIMI-Faktor: Dieses Buch bietet eine Spielwiese für die Übernahme von Eltern- oder Kinderperspektiven. Es ist ein Buch, welches zum Dialog auf Augenhöhe einlädt.

Inhalt: Rosie ist ein Mädchen mit viel Eigensinn. Sie klettert auf einen Baum. Warum auch nicht. Sie entdeckt den Baum, seine Äste, seinen Geruch. Sie fühlt sich wohl dort oben und kommt den Aufforderungen ihrer Eltern und Freunde, vom Baum herunterzukommen, nicht nach. Warum sollte sie auch? Locken kann man sie weder mit Kuchen, noch mit Fernsehen. Tagelang nicht. Auch, dass sie vielleicht Weihnachten verpassen könnte, scheint sie nicht zu beunruhigen. Was kann denn nur so spannend da oben in der Höhe sein? Einige Freunde wollen es genau wissen: „Warum bist Du denn da oben?“ Anderen Kindern scheint Rosie nicht zu fehlen. Soll sie doch da oben bleiben. Das Buch schafft es die eigene Perspektive auf Rosie zu erkennen, um dann mehr und mehr die von Rosie einnehmen zu können, ja zu müssen. Das Buch zeichnet eine besondere Bildersprache aus. Es lässt Raum für Deutungen und Dialog, für Perspektivübernahmen und Zweifel.

Jurystimme: „Man darf auf die Begründungen der Kinder, warum Rosie auf dem Baum bleiben will oder nicht vom Baum kommt, gespannt sein.“

Jutta Treiber: Na ja

illustriert von: Susanne Eisermann, erschienen bei: Tyrolia, ab 4 Jahren

Vielfaltskriterien:

vielfältige Körperformen, Selbstbestimmung, Identität

KIMI-Faktor:

Das Buch mit seiner aussagekräftigen Sprache und seinen reduzierten Bildern regt dazu an, sich mit einer Vielzahl an Themen wie Selbstliebe, Selbstzweifel, Fremd- und Selbstbestimmung sowie Individualität auseinanderzusetzen.

Inhalt:

Auf dem Cover zeigen sich das Dreieck, der Kreis und das Quadrat nur halb. Sie sind unzufrieden mit ihrem Äußeren. Der eine findet sich zu rund, der andere zu spitz und wieder ein anderer zu eckig. Der Figurendoktor weiß Rat: „Kein Problem!“. So unterziehen sich die Drei einer schweren Prozedur und sehen danach noch unglücklicher aus als zuvor. Es wird abgesaugt, weggenommen und eingeschnürt, bis alle drei eiförmig und passiv dreinblicken. So geht der Figurendoktor erneut ans Werk und verändert die Figuren so stark, dass sie sich nun gar nicht mehr aufs Bild trauen. Am Ende wollen alle drei sie selbst sein. Die klaren Figuren in Aquarelltechnik gemalt, wirken verletzlich und verletzt und unterstreichen somit den schwierigen Weg zu sich selbst zu finden.

Jurystimme:

„Jedes ist, wie es ist“ (Emma, 5)

„Eine Geschichte von Einigen, die auszogen, um sich selbst lieben zu lernen.“

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