Rébecca Dautremer: Das Stundenbuch des Jacominus Gainsborough

illustriert von: Rébecca Dautremer, erschienen bei: Insel Verlag, ab 6 Jahren

Vielfaltskriterien:

Resilienz, Selbstbewusstheit, Einzigartigkeit, Behinderung

KIMI-Faktoren:

Dieses Buch zeigt ein ganzes Leben, und dass es sich lohnt, mit seinen Schwächen leben zu lernen, ohne diese über zu bewerten.

Inhalt: Jacominus ist ein Kaninchen mit menschlichen Zügen. Erzählt wird seine Lebensgeschichte – von der Geburt bis zum Tod. Als Winzling ist er immer wieder abwesend. Als er über einen Holzscheit stolpert, lahmt sein Bein. Seitdem lahmt es immer, auch wenn er nie darüber redet. Seine Familie gibt ihm Geborgenheit und Halt, seine Schwächen sind nicht wichtig. Alles was ist, wirkt selbstverständlich. Jacominus lernt zuzuhören, hinzusehen und nachzudenken. Er lernt sich selbst zu vertrauen, Geduld zu haben und Entscheidungen zu treffen. Oft ist Jacominus glücklich, gelegentlich traurig. Sehr traurig ist er am Tag der Beerdigung seiner Granny, aber an dem Tag merkt er auch, wie sehr er seine alte Freundin Sweety Vidocq liebt. Auf ihr Jawort hat er lange gewartet. Dann wartet Jacominus noch auf Nils, Mona und Jena. Nach einer Zeit des Reisens folgt der anstrengende Familienalltag, so dass zum Träumen nur noch nachts Gelegenheit ist. Aber als er versteht, dass er gebraucht wird, empfindet Jacominus Glück. Er wird alt und hält seine Kräfte für Erinnerungen zusammen. Er mag sein einfaches, gutes Leben. Mit dieser Gewissheit kann er aus dem Leben gehen.

Jurystimme: „Dieses Buch zeigt die Selbstverständlichkeit und Vergänglichkeit des Lebens, das Glück des Daseins.“

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Francesca Sanna: Ich und meine Angst

illustriert: Francesca Sanna, erschienen bei: NordSüd, ab 4 Jahren

Vielfaltskriterien:

Gefühle, Resilienz, Angst

KIMI-Faktor:

Alle Kinder haben Angst, wenn ihnen Fremdes und Fremde begegnen. Aber die Angst muss nicht wachsen. Sie schrumpft vielmehr auf ein handliches Format, wenn sie nur mutig aufeinander zugehen.

Inhalt:

Mit seiner Angst im Schlepptau, einer Art kleinem weißen Gespenst, erkundet ein Mädchen die Welt. Der Umzug in ein anderes Land lässt seine „Freundin“ Angst jedoch ständig wachsen. Sie erreicht nun Ausmaße, die es dem Mädchen unmöglich machen, sich mit seiner Angst noch frei zu bewegen. In der Schule isoliert die Angst das Mädchen, so dass es sich fremd und allein fühlt, bis sich ein Junge heranwagt. Bald entdecken sie beim Spielen, dass auch der Junge eine kleine Angst mit sich führt. Und siehe da: Auch die anderen Kinder tragen ihre kleinen Ängste mit sich! Francesca Sanna hat den Ängsten der Kinder ein liebevolles Antlitz gegeben. Obwohl sich alle Kinder nach ihrer Hautfarbe unterscheiden: Ihre Ängste unterscheiden sich nicht.

Jurystimme:

„Das Buch ist für die Arbeit zum Thema Angst unverzichtbar. Insbesondere die Illustrationen zeigen Angst personifiziert und ermöglichen zu etwas Abstraktem einen unmittelbaren Zugang.“

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