Elisabeth Etz: Nach vorn

erschienen bei: Tyrolia, ab 14 Jahren

Vielfaltmerkmale:
Krankheit, Krebs, Gesundheit, Lebensstil

Der KIMI-Faktor:

Mit der Geschichte von Helene behandelt das Buch viele verschiedene Themen. Krankheit und Gesundheit stehen durch Helenes Krebserkrankung im Vordergrund. Mit den verschiedenen Charakteren in Helenes Leben spielen Freundschaften, Beziehungen und Unterstützung eine sehr große Rolle. Im Verlauf der Geschichte merkt man, in welchem Zwiespalt sich Helene befindet. Einerseits möchte sie über ihre Erfahrungen sprechen, andererseits will sie vermeiden, auf ihre Krankheit reduziert zu werden.

Inhalt: Helene ist mit 17 Jahren ein Krebs-Survivor. Sie war über ein Jahr wegen ihres Nierenkrebses in Behandlung. Mit der Entlassung aus dem Krankenhaus darf sie zurück in ihr altes Leben. Sie wohnt wieder bei ihren Eltern, besucht ihre alte Schule. Gleichzeitig ist es eine Art Neuanfang: Helene kommt in eine neue Klasse und ihre Eltern schlagen ihr kaum einen Wunsch ab. Dadurch kann sich Helene frei entwickeln und nachholen, was sie als „Spätsünderin“ durch ihre Krankheit verpasst hat. Sie trifft auf viele neue Menschen und auf alte Bekannte, die alle einen unterschiedlichen Umgang mit ihrer eigenen Gesundheit haben. Während ihre neuen Freundinnen in der Schule sich vorrangig mit den Themen Ernährung und Sport beschäftigen, freundet sie sich mit der 24-jährigen Mascha an. Genervt von dem Gesundheitshype ihrer Eltern und ihren neuen Freundinnen, flüchtet Helene in ein paralleles Leben mit Mascha, Thomas und Franz. In dieser Welt wird ein ganz anderer Lebensstil gepflegt: Es wird geraucht, Alkohol konsumiert, Kaffee in einem Espressokocher aus Aluminium zubereitet – was laut Helene das Alzheimerrisiko erhöht – und bis spät in die Nacht gearbeitet. Auch die beiden Beziehungen zu Jungen, die sie im Laufe des Buches hat, unterscheiden sich in vielen Aspekten voneinander. Inmitten dieser Menschen und der Sorge ihrer Eltern, sucht Helene den richtigen Umgang mit ihrer Krankheitserfahrung.

Das sagt die Erwachsenen-Jury: ‚‚Das Buch schafft es, die Herausforderungen junger Krebspatient*innen und ihres Umfelds aufzuzeigen. Auch ist es eine starke Stimme gegen den Gesundheitshype und dem Irrglauben, man sei selbst schuld an Erkrankungen und könne sich mit Ernährung und einer schlanken Figur gegen Krebs schützen. Am Ende sind Hinweise auf Unterstützungsnetzwerke und gemeinnützige Organisation eingebaut, wie dem Verein Haarfee, bei dem man Haare zur Herstellung von Echthaarperücken für junge Krebspatient*innen spenden kann.’’

„Dieses Buch relativiert die Verantwortung an Krankheiten – das entlastet.“

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