Karen Foxlee: Alles, was wir träumten

erschienen bei Beltz & Gelberg, ab 11 Jahren

Vielfaltskriterien: Tumorerkrankung eines Geschwisters, Geschwisterbeziehung, Familienkonstellation, Freundschaft

KIMI-Faktor: Die Geschichte erzählt in der Rückschau und aus der Ich-Perspektive eines Geschwisters die Krebserkrankung des Bruders. Das Wissen darum, dass der Vater geht und der Bruder stirbt, setzt bereits während des Lesens einen besonderen Bewältigungsprozess in Gang.

Inhalt: Lenny Spink wächst zusammen mit ihrem kleinen Bruder Davey und ihrer Mutter in einer Stadt in Amerika auf. Schon bei der Geburt ahnt ihre Mutter, dass etwas mit Davey nicht stimmt. Ob es etwas Gutes oder etwas Schlechtes ist oder irgendwas dazwischen, das wird sich erst noch zeigen müssen. Was nicht stimmt, das zeigt sich, als Davey etwa fünf Jahre alt ist: Er wächst. Mehr als andere Kinder. Auch weil Davey nun ständig neue Kleidung braucht, muss die Mutter viel arbeiten. Lennys Vater ist immer wieder verschwunden, bis er dann nicht mehr wiederkommt. Vor allem Lenny vermisst ihn. Dafür stehen sie und Davey fest zusammen. Irgendwann wird klar, was die Ursache des Wachsens ist: ein Tumor. Auf Davey warten Operationen, und Lenny muss Rücksicht nehmen. In der Schule schämt Lenny sich oft für ihren großen, ungelenken Bruder, der aber wegen seines Wesens allseits beliebt ist. Und dann fängt der Tumor nach einer Zeit der Ruhe wieder an zu wachsen …

Jurystimme: „Solche Schicksale sind ätzend. Traurig. Aber sie gehören zum Leben dazu.“