Sarah Settgast: Ich vertraue dir!

erschienen bei Deutsche Pappebuch Gesellschaft, ab 0 Jahren

Vielfaltskriterien: Empowerment, Gefühle

KIMI-Faktor: Ein Buch, welches die Kleinsten empowert.

Inhalt: „Ich vertraue Dir, weil Du mich auffängst, wenn ich falle …”, ist nur ein kleiner Einblick in das neue, sehr fantasievolle Buch von Sarah Settgast. In ihrem dritten Buch arbeitet sie mit einer gemischten Collagetechnik: Jede Hummel, jedes Blatt, jeder Stein, jeder Bär und jede Maus werden von ihr mit einem Skalpell aus-geschnitten und anschließend aufgeklebt. Durch diese neue Technik ist ein ver-träumtes und farbenfrohes Werk mit einer ganz besonderen Tiefe entstanden. Das Buch wird in der letzten Pappebuchfabrik in Deutschland bei Sachsendruck Plauen auf FCI-zertifiziertem 400g-Papier mit ökologischen Toyfarben gefertigt und nach EU-Spielzeugnorm EN-71 produziert.

Jurystimme: „Herzerwärmend schön.“

Theresa Bodner: In mir drin ist’s bunt

illustriert von Theresa Bodner, erschienen bei Tyrolia, ab 4 Jahren

Vielfaltskriterien: Gefühle, Selbstreflexion, über das eigene Innenleben philosophieren

KIMI-Faktor: Seine eigenen Gefühle wahrnehmen können, eine Sprache für sein Innenleben finden – das schafft dieses Buch auf besondere und poetische Weise.

Inhalt: Wie sieht es in mir aus? Bin ich glücklich, traurig, wütend, enttäuscht, schüchtern, ängstlich? Bedeuten betrübt, unglücklich und traurig dasselbe? Theresa Bodner präsentiert farbenfroh eine Schatzkiste voller Ausdrucksmöglichkeiten für unterschiedliche Gefühle. Pro Doppelseite wird ein Gefühl dargestellt. Das Buch kann man mit einzelnen Kindern lesen, aber auch in Gruppen im Kindergarten oder in der Grundschule. Es lässt sich gezielt zur Sprachförderung einsetzen, denn mit diesem Bilderbuch kann man Kinder für die Wahrnehmung von Worten sensibili-sieren.

Jurystimme: „Dieses Buch ist ein Schatz voller farbiger Gefühle.“

Frauke Angel: Ein eiskalter Fisch

illustriert von Elisabeth Kihßl, erschienen bei Tyrolia, ab 4 Jahren

Vielfaltskriterien: Tod, Abschied, Vater-Sohn-Beziehung, Gefühle, familiäre Geborgenheit

KIMI-Faktor: eine Geschichte über Sehnsucht nach Zuwendung, Geborgenheit und Nähe im Angesicht eines toten Fisches

Inhalt: Der Tag, an dem das geliebte Haustier stirbt, ist der schönste Tag im Leben des kleinen Jungen, denn sein Vater, einem beherrschten und selbstdisziplinierten Mann, laufen beim Anblick des leeren Aquariums plötzlich Tränen über die Wangen. Aber es geht nicht allein ums Sterben; es geht vielmehr um einen Vater, der seine Gefühle nicht zeigen kann und erst langsam lernt, diese zuzulassen.

Jurystimme: „Dieses Buch ist ergreifend. Besser kann man den Weg ins Vertrauen, eigene Gefühle zuzulassen, nicht erzählen.“

Susanne von Halem: Schneckbert liebt die Ruhe

Verlag: Deutsche Pappebuch Gesellschaft, Alter: ab 2 Jahren

Vielfaltskriterien: Gefühle, Freundschaft

KIMI-Faktor: Ein wundervolles, positives und lehrreiches Buch über Muße und Freundschaft. Das Buch ist bereits für Kinder ab zwei Jahren zu empfehlen.

Inhalt:

„Jeden Morgen in der Früh,
wacht Schneckbert auf mit großer Müh’.
Der Kopf steckt noch im Häuschen fest,
Ganz verschrumpelt ist der Rest.
Augen auf, die Mütze runter,
So wird Schneckbert langsam munter.“

Schneckbert startet sehr langsam in den Tag. Vorsichtig macht er sich auf den Weg, um Nahrung zu finden und sieht schon bald reife Erdbeeren in der Ferne leuchten. Nach seinem ausgiebigen Festmahl genießt er die friedliche Ruhe im Schatten großer Blätter… Jede Doppelseite enthält genau eine zum Text passende Szene mit Schneckbert. Die Illustrationen sind vollflächig, doppelseitig und übersichtlich. Der lyrische Text ist in Paarreime gefasst und wurde direkt auf die Illustrationen gedruckt bzw. in diese integriert. Seite für Seite laden die Bilder zum Suchen und Entdecken ein, während wundervolle Reime zum Schmunzeln verführen.

Jurystimme: „Das Buch beschäftigt sich mit den Fragen: Wer bin ich? Wie komme ich zurecht in der Welt?“

Lucie Kolb: Suppenwetter oder eine Geschichte vom Stehlen, Schenken und Wegwerfen

illustriert von: Corinna Böckmann, erschienen bei: Südpol, ab 9 Jahren

Vielfaltskriterien:

Freundschaft, Gefühle wie Wut, Ärger, Neid, Nachhaltiger Gebrauch von Lebensmitteln, „Food-Retter“

KIMI-Faktor:

Es wird dieWertschätzung und Verwertung von bereits weggeworfenen Lebensmitteln thematisiert. Die Geschichte führt uns unsere Wegwerfgesellschaft und Verschwendung vor Augen.

Inhalt: Das Kinderbuch „Suppenwetter“ von Lucie Kolb erzählt von einem Mädchen namens Annie. Sie ist neu in der Stadt. Es fällt ihr zunächst schwer, Anschluss in der Schule zu finden. Sie wird geärgert und hat keinen leichten Start. Doch eines Tages entdeckt sie einen Mann mit einem ungewöhnlichen Rad, der Suppe ausschenkt – es ist ein Suppenfahrrad. Der Mann erklärt ihr, dass er nur bei Suppenwetter Suppe ausgibt. Er sucht die Zutaten aus dem Müllcontainer eines Supermarktes zusammen und verwertet sie. Als das besondere Rad dann geklaut wird, begibt sie sich auf die Suche nach dem Dieb des Suppenfahrrads und wird dabei Opfer einer gemeinen Falle.

Jurystimme: „Zu viele frische Lebensmittel landen im Müll, weil das Verfallsdatum abgelaufen ist, obwohl sie noch gut und schmackhaft sind. Das Buch lädt ein, über unsere Konsumgesellschaft nachzudenken.“

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María Teresa Andruetto: Clara und der Mann im großen Haus

illustriert von: Martina Trach, erschienen bei: Baobab Books, ab 6 Jahren

Vielfaltskriterien:

Selbstbestimmung, Gefühle aus verschiedenen Sichtweisen erfahrbar machen, Wertevielfalt, Mut

Der KIMI-Faktor:

Diese Geschichte lehrt uns viel über das Leben: z. B. mutig sein, miteinander in Verbindung sein. Sie lehrt uns die Kraft der Geschichten zu spüren, die unsere eigenen Kräfte wachsen lassen.

Inhalt: „Clara und der Mann im großen Haus“ ist ein wahres Kleinod, wie man es nicht alle Tage in der Welt der Kinder- (und Erwachsenen) bücher findet. Es ist die Geschichte von einem Mädchen namens Clara, das in einer bunten Welt lebt und durch die Bücher, die sie von dem „Mann am Fenster“ bekommt, in eine noch buntere Welt eintaucht. Jeden Tag bringt sie dem Mann, der sein Haus nicht verlässt, seine, von ihrer Mutter frisch gewaschene Wäsche, vorbei. Der Mann leiht ihr dafür im Gegenzug jeden Tag ein Buch aus. Clara erzählt dem Mann dafür von dem, was sie erlebt und erliest. Es entsteht eine sehr ehrliche und einfühlsame Bindung zwischen den beiden und ihre zwei sehr unterschiedlichen Welten werden durch die Bücher miteinander vereint. Im Laufe der Zeit öffnet sich der Mann und erzählt Clara, warum er das Haus nicht mehr verlässt.

Jurystimme: „Die beiden Protagonist*innen öffnen sich gegenseitig ihre „Fenster“ für ein tieferes Verständnis. In offenen Begegnungen kann man voneinander lernen, das zeigt dieses Buch, ganz gleich, ob alt oder jung, groß oder klein.“

„Eine einfühlsame Geschichte über Empathie, Fantasie, Offenheit und Mut.“

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Francesca Sanna: Ich und meine Angst

illustriert: Francesca Sanna, erschienen bei: NordSüd, ab 4 Jahren

Vielfaltskriterien:

Gefühle, Resilienz, Angst

KIMI-Faktor:

Alle Kinder haben Angst, wenn ihnen Fremdes und Fremde begegnen. Aber die Angst muss nicht wachsen. Sie schrumpft vielmehr auf ein handliches Format, wenn sie nur mutig aufeinander zugehen.

Inhalt:

Mit seiner Angst im Schlepptau, einer Art kleinem weißen Gespenst, erkundet ein Mädchen die Welt. Der Umzug in ein anderes Land lässt seine „Freundin“ Angst jedoch ständig wachsen. Sie erreicht nun Ausmaße, die es dem Mädchen unmöglich machen, sich mit seiner Angst noch frei zu bewegen. In der Schule isoliert die Angst das Mädchen, so dass es sich fremd und allein fühlt, bis sich ein Junge heranwagt. Bald entdecken sie beim Spielen, dass auch der Junge eine kleine Angst mit sich führt. Und siehe da: Auch die anderen Kinder tragen ihre kleinen Ängste mit sich! Francesca Sanna hat den Ängsten der Kinder ein liebevolles Antlitz gegeben. Obwohl sich alle Kinder nach ihrer Hautfarbe unterscheiden: Ihre Ängste unterscheiden sich nicht.

Jurystimme:

„Das Buch ist für die Arbeit zum Thema Angst unverzichtbar. Insbesondere die Illustrationen zeigen Angst personifiziert und ermöglichen zu etwas Abstraktem einen unmittelbaren Zugang.“

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