Gabriele Clima: Der Sonne nach

erschienen bei: Carl Hanser, ab 12 Jahren

Vielfaltsmerkmale:

Menschen mit Behinderungen, Freundschaft zwischen unterschiedlichen Persönlichkeiten

KIMI-Faktor:

Beruhend auf einer wahren Geschichte, vermittelt dieser Jugendroman den Leser*innen viel über unwahrscheinliche Freundschaften und die problematische Stellung von Menschen mit Behinderungen in der Gesellschaft.

Inhalt: Dario ist sechzehn und ein „problematischer“ Jugendlicher. Seit dem Verschwinden seines Vaters ist er voller Wut, ihm ist alles egal und er kifft lieber, als sich um die Schule zu kümmern. Dies soll sich allerdings ändern, als er im Rahmen gemeinnütziger Arbeit dazu verdonnert wird, sich um Andy zu kümmern, der im Rollstuhl sitzt und sich kaum mitteilen kann. Unerlaubterweise haut Dario mit Andy ab und nimmt ihn mit auf die Suche nach seinem Vater. Es beginnt ein spannender Road Trip, bei dem die beiden Jungs voneinander lernen und miteinander wachsen.

Jurystimme: ‚‚Ein bisschen wie im Film ‚‚Ziemlich beste Freunde’’. Im Nachwort kommt die Betreuerin von Andy zu Wort. Beeindruckend!’’

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Anne Fleming: Ziegen bringen Glück

illustriert von: Philip Waechter, erschienen bei: Carlsen, ab 10 Jahren

Vielfaltskriterien:

Menschen mit Behinderungen und Einschränkungen, Erfahrungen mit Traumata und ihre Überwindung

KIMI-Faktor:

Mit viel Feingefühl und Witz erzählt die Autorin eine Geschichte über das Leben in der großen Stadt, über das Überwinden von Ängsten, über das Miteinander. Sie wechselt dabei immer wieder die Perspektive, aus der erzählt wird, und lässt so verschiedene Wirklichkeiten und Sichten spürbar werden.

Inhalt: Die 11-jährige Kid ist eher introvertiert und fühlt sich in der großen Stadt erst ziemlich unwohl. Sie und ihre Mutter wohnen für ein paar Wochen in New York City, weil die Mutter in einer Theateraufführung mitspielt. Als Kid allerdings ein Gerücht hört, dass eine Bergziege auf ihrem Wohnhaus leben soll, wird sie neugierig. Sie macht sich mit ihrem Freund Will auf die Suche nach dem Tier und begegnet dabei so einigen eigenwilligen und verschrobenen, aber immer sympathischen Personen.

Jurystimme: ‚‚Ein tolles Lesevergnügen. Nicht nur für Kinder und Jugendliche. Das Buch ist voll mit philosophischen Ideen und versteckten Andeutungen und deshalb meiner Meinung nach eher für Kinder mit einem fortgeschritteneren Leseniveau geeignet.‘‘

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Jutta Nymphius: Schlägerherz

illustriert von: Barbara Jung, erschienen bei: Tulipan, ab 10 Jahren

Vielfaltskriterien:

Menschen mit Behinderungen, Mobbingerfahrungen, Suchtprobleme in Familien

KIMI-Faktor:

Dieser Kinderroman erzählt von Mobbingerfahrungen aus der Perspektive des Täters und zeigt auf, was Zuneigung und Freundschaft bewirken können.

Inhalt: Kay ist 10 Jahre alt und sein Leben ist aus den Fugen geraten, seit sein Vater seine Arbeit verlor und zu trinken begann. Der Vater wird schnell laut und schlägt auch mal zu. In der Schule läuft es für Kay auch nicht besonders gut. Seine Leistungen sind rapide abgefallen und er fällt oft mit Beleidigungen und Gewaltausbrüchen auf. Doch dann kommt die kleine Greta in Kays Klasse. Als letzte Chance sich zu bewähren, soll er sich um sie kümmern, was ihn natürlich extrem nervt. Greta hat das Down-Syndrom. Sie ist fröhlich, liebt es zu tanzen und überrumpelt Kay von Anfang an mit Umarmungen und Zuneigung.

Jurystimme: ‚‚Das beste Buch über Mobbing – hier aus der Sicht eines Täters‘‘

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Katya Balen: Mein Bruder und ich und das ganze Universum

erschienen bei: Carlsen, ab 11 Jahren

Vielfaltskriterien:

Menschen mit Behinderungen, Autismus, schwierige Familienverhältnisse, Akzeptanz

KIMI-Faktor:

Auf liebevolle Art und Weise gelingt es der Autorin ein schwieriges Thema für Kinder und Jugendliche zugänglich und verständlich zu machen. Die Hauptfigur Frank macht eine Entwicklung durch von Zorn und Eifersucht zu Akzeptanz und sogar Stolz.

Inhalt: In diesem Buch geht es um den 10-jährigen Frank und sein Leben mit seinen Eltern, seinen Freunden – und seinem Bruder Max. Max nervt. Er ist fünf Jahre alt, „benimmt sich aber wie ein Baby“, spricht mit den Händen und bekommt Anfälle, wenn es ihm zu laut ist oder wenn etwas anders ist als sonst. Max ist Autist. Deswegen braucht er viel Hilfe und Unterstützung, vor allem von seinen Eltern. Die wiederum sind ziemlich gestresst und obwohl sie es versuchen, haben sie kaum Zeit für Frank. Er ist deshalb sauer auf Max und manchmal auch eifersüchtig. Richtig wütend wird er aber, wenn der fiese Noah aus seiner Klasse über Max lästert. Und manchmal wünscht er sich, dass Max nicht da wäre. Alles wäre viel einfacher und vor allem würde es der Mutter wieder besser gehen. Denn in letzter Zeit wurde sie immer blasser und knochiger. Ein paar Mal hatte sie sogar Schlaganfälle.

Jurystimme: ‚‚Die Geschichte ist sehr berührend, herzerwärmend und an manchen Stellen auch etwas traurig. Franks Gefühle, Gedanken und Entscheidungen sind gut nachvollziehbar. Das Buch geht nahe. Es behandelt sehr wichtige Themen und ist überzeugend erzählt.‘‘

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Federica Magrin: Helden der Zeitgeschichte – Persönlichkeiten, die die Welt veränderten

illustriert von: Isabella Grott, erschienen bei; Eizioni White Star, ab 8 Jahren

Vielfaltskriterien:

Starke Frauenpersönlichkeiten, Menschen mit Behinderungen, Menschen mit Fluchterfahrungen, vielfältige Identifikationsmöglichkeiten

Kimi Faktor:

Dieses Buch bietet Identifikationsmöglichkeiten mit sehr unterschiedlichen Persönlichkeiten.

Inhalt: Begleitet von wunderschönen Illustrationen werden in diesem Sachbuch vielfältige und bedeutende Persönlichkeiten der Weltgeschichte vorgestellt. Es werden ihre Leistungen und Errungenschaften in der Wissenschaft, Politik, Kunst usw. vorgestellt. ‚‚Helden der Zeitgeschichte‘‘ ist sicherlich ein Buch, das so manche Kinder inspirieren wird, groß zu träumen und viel zu erreichen.

Jurystimme: „Dieses Buch schafft junge Helden.“


Gibt es Helden eigentlich wirklich? In diesem Buch werden echte Helden dargestellt. Ghandi brachte Frieden. Oder Mutter Theresa, die anderen geholfen hat. Schau in den Spiegel. Kannst du dich mit einem dieser Helden identifizieren? Dieses Buch gibt dir die Antwort.

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Katherine Halligan: Herstory

illustriert von: Sarah Walsh, erschienen bei: Fischer Sauerländer, ab 10 Jahren

Vielfaltskriterien:

Geschlechterrolle, People of Colour, Behinderung

KIMI-Faktor:

Dieses Buch zeigt, dass es sich lohnt zu träumen und an seine Träume zu glauben. Es macht Mut und gibt Mädchen und Frauen Selbstbewusstsein, um sich für eine bessere Welt einzusetzen.

Inhalt: 50 berühmte und starke weibliche Persönlichkeiten der Geschichte werden in diesem leuchtenden Buch präsentiert. In den fünf Kategorien: Glauben & Führen, Vorstellen & Erschaffen, Helfen & Heilen, Denken & Lösen und Hoffen & Überwinden werden jeweils zehn starke, mutige, kluge, engagierte Frauen vorgestellt. Einige von ihnen sind bekannt, wie beispielsweise Anne Frank oder Marie Curie. Andere, wie Noor Inayat Khan oder Dian Fossey sind den meisten wohl eher weniger bekannt. In seiner Darstellung präsentiert und preist das Buch die Verdienste der Mädchen und Frauen. Es setzt sich hingegen weniger kritisch mit den Biografien der Frauen und Mädchen auseinander.

Jurystimme: „Ein Buch mit Leuchtkraft für alle Mädchen und Frauen, die an ihre Träume glauben.“

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Maria Farrer: Hallo, Herr Eisbär (CD)

gesprochen von: Jörg Pohlm, erschienen bei: Hörcompany, ab 7 Jahren

Vielfaltsmerkmale:

Behinderung, Geschwister, Eifersucht, Freundschaft

KIMI-Faktor:

Das Hörspiel tröstet all jene „Schattenkinder“, die schon früh lernen müssen, eigene Bedürfnisse für andere zurückzustecken.

Inhalt: Arthurs kleiner Bruder Liam ist ein besonderes Kind. Er erträgt weder Lärm, Menschenmengen, noch Veränderungen im alltäglichen Ablauf. Arthur selbst nimmt auf seinen Bruder Rücksicht, Tag für Tag. Eines Abends, als er eine wichtige Fußballübertragung nicht sehen darf, weil Liam einen schlechten Tag hat, reicht es ihm: Er packt seinen Notfallbeutel und rennt aus dem Haus – geradewegs in die Arme von Herrn Eisbär. Dieser steht da, mit etwas fischigem Mundgeruch und einem Koffer, auf dessen Anhänger Arthurs Adresse steht. Arthur quartiert den Eisbären in der Garage ein und nimmt ihn mit zur Schule. Auch Liam versteht sich hervorragend mit dem Tier. Doch ist Herr Eisbär nicht eigentlich Arthurs Freund? Arthur ist hin- und hergerissen zwischen Eifersucht und Zuneigung zu seinem Bruder. Herr Eisbär ist eigentlich ein unsichtbarer Freund, der allerdings von allen gesehen wird. In jedem Fall ist er ein Helfer in der Not für das Schattenkind Arthur.

Jurystimme: „Die klare, tröstende Stimme gibt all jenen ein Zuhause, die gelernt haben, dass es in der Welt nicht immer um sie selbst gehen kann.“

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Annet Schaap: Emilia und der Junge aus dem Meer

illustriert: Annet Schaap, erschienen bei: Thienemann, ab 10 Jahren

Vielfaltskriterien:

Menschen mit Behinderungen, Erfahrungen mit Gewalt, dysfunktionale Familien, Toleranz und Akzeptanz

KIMI-Faktor:

Eine märchenhafte Geschichte über schwierige Familienverhältnisse, eine ungewöhnliche Freundschaft, Resilienz und das Akzeptieren von Besonderheiten. Der Roman erinnert an „Die kleine Meerjungfrau“, erzählt aber aus einer neuen und zeitgemäßen Perspektive.

Inhalt: Die kleine Emilia lebt mit ihrem Vater an der Küste in einem Leuchtturm. Nach einem verheerenden Sturm, in dem ein Schiff an den Klippen zerschellt, werden die beiden getrennt und Emilia muss in das düstere Haus des Admirals ziehen, um dort ihre Schuld abzuarbeiten. Ein Monster, so die Gerüchte, soll in dem Haus wohnen. Emilia geht dem Geheimnis auf den Grund und freundet sich mit dem ‚‚Monster‘‘ an. So nehmen die zauberhaften, spannenden und turbulenten Ereignisse ihren Lauf zu, die sie zu vielen interessanten Persönlichkeiten und am Ende sogar zurück zu ihrem Vater bringen.

Jurystimme:

‚‚Buchstäblich ein fantastisches Buch!“

„Ein ganz großartiges und atemberaubendes Leseerlebnis.‘‘

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Jef Aerts: Die blauen Flügel

illustriert von: Martijn van der Linden, erschienen bei: Urachhaus, ab 10 Jahren

Vielfaltskriterien:

Menschen mit Behinderungen, „Patchwork“-Familien

KIMI-Faktor:

Eine Geschwisterliebe zwischen zwei Jungen, die dabei hilft, Veränderungen im Familienleben und Behinderungen gemeinsam zu begegnen.

Inhalt:

Der elfjährige Josh und sein großer Bruder Jadran finden einen jungen, verwundeten Kranich, der nicht mit den anderen Vögeln in den Süden fliegen konnte. Als Jadran erfährt, dass er bald in einem Heim wohnen soll, gibt es für ihn nur eins: Er muss weg! Und was läge näher, als den Kranich zu seinen Freunden in den Süden zu bringen? Zwei Jungs und ein Kranich, die mit einem Traktor unterwegs sind, ziehen natürlich die Aufmerksamkeit auf sich. Damit beginnt ein nervenaufreibendes und abenteuerliches Versteckspiel.

Jurystimme: „Ein sozialkritisches Geschwisterroadmovie – ganz leicht zu lesen.“

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Rébecca Dautremer: Das Stundenbuch des Jacominus Gainsborough

illustriert von: Rébecca Dautremer, erschienen bei: Insel Verlag, ab 6 Jahren

Vielfaltskriterien:

Resilienz, Selbstbewusstheit, Einzigartigkeit, Behinderung

KIMI-Faktoren:

Dieses Buch zeigt ein ganzes Leben, und dass es sich lohnt, mit seinen Schwächen leben zu lernen, ohne diese über zu bewerten.

Inhalt: Jacominus ist ein Kaninchen mit menschlichen Zügen. Erzählt wird seine Lebensgeschichte – von der Geburt bis zum Tod. Als Winzling ist er immer wieder abwesend. Als er über einen Holzscheit stolpert, lahmt sein Bein. Seitdem lahmt es immer, auch wenn er nie darüber redet. Seine Familie gibt ihm Geborgenheit und Halt, seine Schwächen sind nicht wichtig. Alles was ist, wirkt selbstverständlich. Jacominus lernt zuzuhören, hinzusehen und nachzudenken. Er lernt sich selbst zu vertrauen, Geduld zu haben und Entscheidungen zu treffen. Oft ist Jacominus glücklich, gelegentlich traurig. Sehr traurig ist er am Tag der Beerdigung seiner Granny, aber an dem Tag merkt er auch, wie sehr er seine alte Freundin Sweety Vidocq liebt. Auf ihr Jawort hat er lange gewartet. Dann wartet Jacominus noch auf Nils, Mona und Jena. Nach einer Zeit des Reisens folgt der anstrengende Familienalltag, so dass zum Träumen nur noch nachts Gelegenheit ist. Aber als er versteht, dass er gebraucht wird, empfindet Jacominus Glück. Er wird alt und hält seine Kräfte für Erinnerungen zusammen. Er mag sein einfaches, gutes Leben. Mit dieser Gewissheit kann er aus dem Leben gehen.

Jurystimme: „Dieses Buch zeigt die Selbstverständlichkeit und Vergänglichkeit des Lebens, das Glück des Daseins.“

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