Mirjam Pressler: Dunkles Gold

erschienen bei: Beltz & Gelberg, ab 14 Jahren

Vielfaltskriterien:

Geschichte, Religion, Judentum, Christentum, Antisemitismus, Toleranz, Abschied, Neuanfang, Sinn des Lebens

KIMI-Faktor:

Verpackt in eine Liebesgeschichte verbindet dieses Buch unterschiedliche Zeitepochen miteinander und erzählt auf sehr beeindruckende Weise die Geschichte des Christentums, des Judentums und des Antisemitismus.

Inhalt: Die 15-jährige Laura lebt in Erfurt. Ihre Mutter ist Wissenschaftlerin und Fachfrau für jüdische Geschichte. Sie forscht über den 1998 bei Bauarbeiten gefundenen Schatz, den ein jüdischer Händler und Bankier wahrscheinlich 1349 vergraben hat und der heute in der Alten Synagoge ausgestellt ist. Laura ist eine begabte Zeichnerin. Sie zeichnet das Leben des damaligen Besitzers des Schatzes, nach. Rachel heißt seine Tochter, Joshua sein Sohn. Sie müssen fliehen vor der Pest und den Judenpogromen, deshalb vergräbt er seinen Besitz im Keller des Hauses. Kalman, der Vater, wird auf der gefährlichen Fahrt ermordet, Joschua bleibt bei einem Jahrmarkts-Fiedler und die 16-jährige Rachel schlägt sich zu Fuß bis Krakau durch. Dort wird sie von einem jungen Juden vor dem Ertrinken in der Weichsel gerettet und heiratet ihn später. Laura bekommt Hilfe für ihre Zeichnungen durch Alexej, einem jüdischen Mitschüler. Die beiden verlieben sich und müssen sich auch deshalb mit Antisemitismus und den eigenen Geschichten im Nationalsozialismus auseinandersetzen.

Jurystimme: „Zwei unterschiedliche Handlungsstränge und Zeitebenen bringen Tiefe und Vielseitigkeit in eine Geschichte über eine mittelalterliche, jüdische Welt, der Menschen, Bräuche und Riten.“

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Martine Letterie: Kinder mit Stern

illustriert von: Julie Völk, Leo Meijer, erschienen bei: Carlsen, ab 10 Jahren

Vielfaltskriterien:
Antisemitismus, Diskriminierung, Vorurteile

KIMI-Faktor:

In dem Buch werden die Geschichten verschiedener jüdischer Familien in den Niederlanden zu Zeiten des Nationalsozialismus aus der Perspektive der Kinder erzählt. Es geht um den Holocaust: Gegen das Vergessen, gegen Diskriminierung und gegen Verfolgung.

Inhalt: Im ersten Teil beginnen die Geschichten von Bennie, Klaartje, Rosa, Jules und Leo. Das Leben der Kinder ist durch verschiedene Verbote sehr eingeschränkt – nicht einmal mehr auf dem Spielplatz dürfen sie sich aufhalten. Aber es kommt noch schlimmer. Die Familien werden nach und nach von der Polizei abgeholt. Manche Familien versuchen vorher zu flüchten, andere versuchen ihre Kinder bei Bekannten zu verstecken, um sie vor dem Lager Westerbork zu schützen. Im zweiten Teil werden die Kinder und ihre Eltern dabei begleitet, wie sie versuchen sich ihrem neuen Leben im Lager anzupassen. Einige überleben bis zur Befreiung und sind erneut neuen Herausforderungen ausgesetzt.

Jurystimme:

‚‚Ein sehr emotionales Buch, das einem die Schrecken des Nationalsozialismus wieder deutlich vor Augen führt. Auch als erwachsene Leserin war das kein leicht verdauliches Buch, das mich sehr berührt hat. Daher würde ich ganz klar empfehlen, das Buch mit Kindern gemeinsam zu lesen und zu besprechen. Insbesondere für Kinder ist die Auseinandersetzung mit so komplexen und vielschichtigen Themen keine leichte. Es ist aber eine wichtige. Definitiv lesenswert – nicht nur für Kinder!‘‘

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