Michael Sieben: Das Jahr in der Box

erschienen bei Carlsen, ab 13 Jahren

Vielfaltskriterien: Mobbing, Homosexualität, dysfunktionale Familienkonstellationen, Freundschaft, Trauer, Gewalt, Glück, Wut und erste Liebe

KIMI-Faktor: Ein Jugendroman, der vielfältige Charaktere beschreibt, der zeigt, wie man sich wehren kann, der Stellung bezieht und Leser*innen nicht verschont.

Inhalt: Es ist die Geschichte von Paul, 16 Jahre alt, der schon wieder mit seiner Mutter umziehen muss, wie schon so oft, diesmal aus dem Haus seines Opas hinaus, der gestorben ist. Er soll seine Sachen packen, tut sich aber schwer damit. Er sitzt vor einer Schachtel mit Dingen, die ihn an das letzte Jahr erinnern: das Kennenlernen seiner ersten Liebe, viel Mobbing, echte Freundschaft und ein Todesopfer. In der Klasse tut Paul sich mit den anderen zwei Mobbingopfern zusammen, alles Einzelgänger, aber Leidensgenossen. Ken ist ein schmächtiger, zappeliger Junge aus reichem Hause, ein Großmaul, aber kreativ und hilfsbereit, Mehmet ein dicker, schüchterner türkischer Junge und eine treue Seele. Sie ergänzen sich in ihren Stärken und Schwächen sehr gut und wagen es, sich zu wehren. Bei einer gefährlichen Aktion in einem ruinösen verlassenen Gebäude stürzt Mehmet durch ein Loch im Boden und kommt dabei zu Tode. Und erst jetzt stellt sich heraus, dass er in Paul verliebt war – dabei half er ihm, sich dem Mädchen zu nähern, in das er, Paul, sich verliebt hatte.

Jurystimme: „Das Buch ist spannend bis zur letzten Zeile.“