Jens Thiele: Konrads Traum

illustriert von: Jens Thiele, erschienen bei: Peter Hammer Verlag

Vielfaltsmerkmale: Perspektivübernahme, Trennung als Erfahrung, Selbstfindung, Erwachsen werden

Kimi-Faktor: Das Collage-Bilderbuch schafft es, den Ausbruch aus Vertrautem in die Fremde, als persönliche Reifung darzustellen. Entwicklung und Perspektivwechsel werden visuell sichtbar gemacht. Während Konrad in farbigen Bildcollagen erzählt wird, bleiben die Familienszenen durch die schwarz-monochromen Silhouetten-Bilder unnahbar.

Inhalt: Konrad, ein kleiner Junge, spielt bei den Kühen auf der Wiese. Dann möchte er den Wald erkunden. Doch plötzlich öffnet sich die Erde und er verschwindet, ist wie vom Erdboden verschluckt. Während seine Eltern nach ihm suchen, findet sich der Junge in einer faszinierenden, geheimnisvollen Unterwelt wieder. Merkwürdig aufregende, fremde Räume bewohnt er hier. Auf dem Kopf trägt er eine goldene Krone. Doch dann denkt der Junge an sein Zuhause und wünscht sich zurück in die familiäre häusliche Geborgenheit. Der Vater und der Hund finden ihn schließlich in einem Erdspalt und retten ihn. Am Ende ist er wieder zuhause. Er blickt in die Ferne und scheint größer geworden zu sein. Konrads Geschichte greift Phantasiebilder auf, die jedem Kind vertraut sind: Wie wäre es, nicht mehr zu Hause zu leben? Würden meine Eltern mich vermissen? Wären meine Geschwister traurig?

Jury: „Die ungewöhnliche bildlich-ästhetische Umsetzung fordert Leser*innen heraus. Es braucht die Muße als Voraussetzung für den Verstehensprozess.“

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