Bernard Villiot: Mephisto

illustriert von: Antoine Guilloppé, Verlag: minedition, ab 3 Jahren

Vielfaltskriterien:

Ausgrenzung, Vorurteile, Selbstwirksamkeit

KIMI-Faktor:

Das Buch stellt Fragen und lädt zum Dialog ein: Wen nehmen wir in die Gesellschaft auf? Wer darf bleiben? Wer muss gehen?

Inhalt: Mephisto ist der Name eines Katers, der gezwungenermaßen als Einzelgänger in einer großen Stadt leben muss. Aufgrund seines schwarzen Fells und seiner als unheimlich wahrgenommenen Aura wird er von seinen Artgenossen und von den Menschen gemieden und verjagt. Mephisto sehnt sich nach einem ruhigen Leben. Er zieht aufs Land. Dort findet er Ruhe. Als der Winter anbricht, geht der Kater zurück, um die Wärme unter den Dächern für sich zum Überleben zu nutzen. Bei seiner Ankunft erlebt er eine Überraschung: die Menschen begrüßen ihn freudig, denn seit seinem Weggang hat sich die Mäuse- und Ratten-Population immens erhöht, und die verwöhnten Hauskatzen waren nicht in der Lage, dieser Plage Herr zu werden. Die „Scherenschnitt“-Illustrationen zeigen ruhige Schlichtheit in ihrer Schwarz-Weiß-Atmosphäre und lösen beim Betrachter genau die Gefühle aus, die für die Handlung wichtig sind: mal bedrohlich, dann poetisch verträumt, mal witzig.

Jurystimme: „Ein Buch, dessen Ende kein Happyend ist. Wollen wir pragmatische, utilitaristische Lösungen des Zusammenlebens? Oder was macht uns Menschen aus?“

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