Julie Fogliano: Das Haus, das ein zu Hause war

illustriert von: Lane Smith, erschienen bei: Fischer Sauerländer, ab 4 Jahren

Vielfaltskriterien:

Geschichtliche Identität, Selbstbewusstheit, Fremdheitserfahrung

KIMI-Faktor:

In stiller Poesie schafft Fogliano sprachliche Bilder eines einsamen Ortes, der an einen herantritt und anfragt, wie es um das eigene Leben steht. Wer bin ich, wer werde ich sein und was wird bleiben?

Inhalt:

Zwei Kinder finden im Wald ein altes, verlassenes Haus. Durch die offene Eingangstür laufen sie nicht nur von einem Zimmer zum nächsten, sondern tasten sich auch in das Leben früherer Bewohner*innen vor, die dieses Haus schon längst verlassen haben. Sie finden eine leere Büchse Bohnen, ein Buch und andere einfache Dinge, die zurückgelassen wurden. Warum? War der Aufbruch hastig? War er gewollt? Entlang dieser Alltäglichkeiten öffnet sich unendlich viel Raum, bekommt die Fantasie Flügel. Wer waren die Bewohner*innen des Hauses? Wie haben sie gelebt? Haben sie dieses Haus geliebt? Und: Denkt dieses Haus noch an seine früheren Bewohner*innen? Dieses Buch macht die Zeit greifbar. Mit zarten Bildern fängt es das Staunen, die Ahnung, die Fantasie und auch das Glücksgefühl, etwas ganz Wunderbares entdeckt zu haben, ein. Ein Buch, das gemeinsames Philosophieren zulässt.

Jurystimme:

„Lyrisch in Bild und Wort vermag es das Buch, Kindern Zeitlichkeit nahe zu bringen und damit die Veränderungen durch Vergänglichkeit.“

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