Constanze von Kitzing: Unsere große bunte Welt

36 Seiten, Carlsen, 10 Euro, ab 2 Jahren

Vielfaltmerkmale:
People of Color

Der KIMI-Faktor:
Das Buch zeigt Alltagssituationen, mit denen sich viele Kinder identifizieren können. Die Darstellung der Charaktere ist dabei divers bezogen auf Hautfarben: Auf einer Doppelseite gibt eine schwarze Familie, in Gruppensituationen gibt es oft Kinder mit unterschiedlichen Hauttönen.

Inhalt:
Das Buch besteht aus einer Sammlung von Alltagssituationen ohne zusammenhängende Geschichte und ist eher als Sachbuch zu sehen.
Es geht ums Vorlesen, Waschen, Kochen und vieles mehr – alltägliche Momente, die Kinder kennen und in denen sie sich selbst wiederfinden können.

Meistens besteht eine Doppelseite aus einer Alltagssituation und zeigt außerdem dazu passende Gegenstände: Zum Beispiel beim Thema Waschen finden die Betrachter*innen einen Föhn, eine Haarbürste, ein Waschbecken usw.
Jede Doppelseite regt dazu an, mit den Kindern über ihre eigenen Erfahrungen zu sprechen und sich auszutauschen.
Auf der letzten Doppelseite steht eine Kindergruppe mit einigen Vielfaltmerkmalen Arm in Arm: “Wir sind Freunde und halten zusammen.”

Das sagt die Kinder-Jury:
Einige Kinder hatten beim Betrachten des Buches viel zu erzählen, weil sie mit eigenen Erfahrungen andocken konnten. Auch um neue Wörter zu lernen ist das Buch gut geeignet. Die letzte Seite, auf der viele unterschiedliche Kinder abgebildet sind, fand großen Anklang.

Das sagt die Erwachsenen-Jury:
Die Bilder regen zum Erzählen an, denn die meisten Situationen sind aus dem Alltag der Kinder gewählt. Die Figuren sind unterschiedlich divers. Auf einigen Seiten haben Kinder unterschiedliche Hauttöne und Augenfarben und sind unterschiedlich alt.
Leider hält die Autorin den Aspekt der Vielfalt nicht im ganzen Buch durch: Auf einigen Seiten, auf denen Gruppenaktivitäten zu sehen sind, finden sich ausschließlich weiße Menschen. Außerdem fehlen Vielfaltsmerkmale wie Behinderung oder diverse Familienformen ganz.
Es gibt kaum Darstellungen von Kindern oder Erwachsenen, die genderneutral sind: Die meisten Mädchen haben lange Haare oder typisch mädchenhafte Kleidung – so wie die meisten Jungen kurze Haare und typische Jungenkleidung tragen.
Es gibt keine männlichen Erwachsenen – gerade bei der Kita-Doppelseite hätte ein Erzieher gut getan.

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